Dienstag, 11. September 2012

Den Hund richtig erziehen

Eine Bekannte von mir musste vor kurzem leider ihre geliebte Jack Russel Terier Hündin einschläfern lassen. Die Hündin wurde fast 14 Jahre alt und war in den letzten Monaten nicht mehr sehr fit. Sie wollte nicht einmal mehr mit ihrem Frauchen Gassi gehen und als sich ihr Gesundheitszustand merklich verschlechtere haben sich ihre Besitzer dazu entschieden, die kleine Hündin zu erlösen und in den Hundehimmel gehen zu lassen.

Zuerst wollten sie gar keinen neuen Hund, denn die Trauer war zu groß, doch die Kinder und die Enkelkinder waren sehr traurig und haben immer wieder gedrängt, sie sollen sich halt doch wieder ein Hündchen anschaffen.
 



Auf der Hundewiese

Vor ca. 3 Monaten entschlossen sie sich dann für einen kleinen Jack Russel Terier Rüden.
Gestern in der Früh beim Gassi gehen mit meiner Ivy habe ich die Frau dann das erste Mal mit ihrem Kleinen getroffen. Meine Ivy hat sich sofort in den Welpen verliebt und mit ihm gespielt. Der Rüde hat meine Boxerhündin immer wieder zum spielen und Toben animiert, bis es meiner Ivy irgendwann dann doch zu viel wurde. Mit ihren 9 Jahren ist sie halt doch schon eine ältere Hundedame, die nicht mehr stundenlang herumtoben kann und möchte.
Ich habe gemerkt, dass der kleine Rüde noch eine Menge an Hundeerziehung benötigt. Nun stellt sich bei den Besitzern die erneute Frage, welche Hundeschule sie mit  ihrem Schützling am Besten besuchen sollen. Eine gute Freundein von mir hatte damals mit ihrem Labrador Rüden einen 6 - wöchigen Hunde- Erziehungskurs besucht von dem sie heute noch begeistert berichtet, wie schnell der Hund dort das Folgen, in der doch relativ kurzen Zeit gelernt hatte.
Ich hingegen war mit unserer Ivy fast 2 Jahre in der Hundeschule weil ich ständig das Gefühl hatte, sie müsste immer noch besser das Folgen lernen. Wir fanden es immer sehr wichtig, dass unser Hund das richtige Gehorchen lernt und bestimmte Befehle ohne zu zögern befolgt.
Bei uns war es damals nicht so einfach, da meine Söhne zu diesem Zeitpunkt noch Kinder waren und keiner so konsequent mit dem Hund war, wie es eigentlich richtig wäre.
 Aber was ist richtig? Bei einem Familienhund ist die richtige Erziehung bekanntlich besonders schwierig heißt es immer.  Der Eine verbietet dem Hund etwas und schon im nächsten Augenblick kommt ein anderes Familienmitglied und erlaubt es ihm dann doch.
Wie  man sieht ist das mit der Hundeerziehung gar nicht so leicht wie viele denken.
Diejenigen die selber einen Hund besitzen wissen mit Sicherheit was ich meine ;).

Mich hingegen würde einmal von den Hundebesitzern unter euch interessieren, welche Hundeschule ihr besucht habt oder ob ihr mit eurem Hund überhaupt in einer Hundeschule wart?


12 Kommentare:

  1. Hundeschule ist wichtig. Wir waren auch in der Welpenschule, da der Kontakt zu anderen Hunden wichtig ist.

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  2. Wir waren mit Hamlet in der Hundeschule, klar, der Kleine sollte sozialisiert werden, was lernen und für meinen Freund war es ja auch der erste Hund. Die Hundeschule war allerings die absolut falsche Wahl, bereits nach der ersten Stunde war sie mir suspekt, es wurden Hunde permanent gegängelt, es wurde zum Unterwerfen und sogar zu Klapsen geraten, so wollte ich meinen Hund nicht erziehen. Wir haben das dann zu Hause auch wenig befolgt, einige der Fehler, die man uns dort als richtig beigebracht hatte aber trotzdem begangen. Wir wurden dann auch immer schlechter behandelt, weil wir angeblich mit unserem Hund nicht richtig üben würden, aber ein Shar Pei macht eben nicht "Sitz" wie ein Labrador, sondern überlegt erstmal, auf solche Rassenunterschiede legte man dort allerdings keinen Wert und sagte irgendwann dann unser Hund gehöre doch auch auf die Liste, eine Hundeschule, die diese Kampfhundlisten unterstützt, da war dann für mich auch der Spaß vorbei, wir waren vo dem Tag an nicht wieder da, Hamlet entwickelte sich immer positiver ohne die etwas sonderbaren Methoden von dort und wir haben uns dann einige Zeit später eine Hundetrainerin an unsere Seite geholt, die wir in einem Forum zu der Rasse empfohlen bekamen und haben mit ihr an einige Knackpunkten gearbeitet, seit alles einigermaßen läuft haben wir sie allerdings immer seltener gesehen, der Nachteil, wenn man keine festen Termine hat.
    Mittlerweile überlege ich allerdings ob ich nochmal mein Glück mit einer Hundeschule probiere, denn ich hätte gern das einige Befehle noch besser funktionieren, kann mich nach unseren ersten Erfahrungen aber noch nicht ganz durchringen.
    Mein Tip also an alle die eine Hundeschule suchen schaut euch die Trainingsmethoden dort genau an und wenn euch auch nur eine Kleinigkeit komisch vorkommt, geht woanders hin, wir haben im Nachhinein betrachtet viel zu lange gewartet und hatten so einige Arbeit, die wir ohne diese Hundeschule nicht gehabt hätten.
    Viele Grüße
    Bibi

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    1. Ja da muß ich dir Recht geben, man sollte sich die Hundeschule zuerst einmal genau anschaun und wenn man Bedenken hat lieber wechseln. Ich habe auch schon einige negative Sachen von Hundeschulen gehört, wo mir die Haare zu Berge standen :/.

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  3. Da sind ja wirklich tolle Tipps dabei, danke. Eine Hundeschule ist wirklich sehr wichtig.

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  4. Ein interessanter Bericht. Ich hab leider zu große Angst vor Hunden. Mich hat mal einer als Kind angefallen und das sitzt immer noch. LG Mauilein

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    1. Das glaube ich dir. Ich hatte als Kind auch oftmals vor großen Hunden, die bellend und kläffend an den Gartenzaun sprangen Angst. Zum Glück hat mich noch nie einer gebissen.

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  5. Ich finde es wichtig, das man mit dem Hund erst zur Welpenschule und dann in die Hundeschule geht, grad, wenn es sich auch um das erste Tier handelt, das man hat.

    Ich habe ja Katzen und keinen Hund, aber in der Familie sind auch Hunde und ich habe da eher die Negativerfahrungen, dass diese Hunde Hundeschule nötig hätten, bzw. Herrchen und Frauchen.

    Allerdings sollte man dann auch zumindest etwas beachten, was man gesagt bekommt. Es muss ja kein Gesetz sein, was gesagt wird , aber man sollte nicht alles 100% ignorieren.

    Ich bin als Kind zweimal vom gleichen Hund gebissen worden, innerhalb von 3 Monaten.Damals hab ich den Hund gehasst, aber heute sehe ich das so, dass das arme Tier einfach überfordert war mit den ganzen herumtobenden und schreienden Kindern da an den Geburtstagen.

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    1. Das sehe ich auch so. Viele Leute gehen zwar mit ihrem Hund in eine Hundeschule, nehmen aber die Tipps die sie dort bekommen nicht an. Denen kann somit die beste Hundeschule nicht helfen.

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  6. hunde erziehen ist echt so eine sache! :)
    xx the cookies
    share the feeling
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    samecookiesdifferent.blogspot.com

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  7. Super Thema Gabi, von Hundeerziehung kann ich gar nicht genug bekommen!!
    Denn ich sehe ja täglich im Veterinäramt, wie viele Beißvorfälle es täglich gibt leider...
    Und was fällt dabei auf? Fast immer liegt der Grund am Ende der Leine, weil die Hundebesitzer sich einfach nicht richtig durchsetzen können oder wollen.

    Deshalb hören meine Hundis auch perfekt aufs Wort und ich muss nur flüstern, schon liegen sie oder hören an einer Stelle auf zu schnüffeln.
    So muss das auch einfach sein finde ich.
    Meist treffe ich trotzdem nur Leute, die ihre Hunde nicht im Griff haben.

    Gerade die müssen zur Hundeschule gehen, um zu lernen, wie sie ihren Hund artgerecht erziehen!

    Ich selbst war mit Amy (Labrador)auch von Welpenschule an bis ganz später für Dog Dancing und Agility in der Hundeschule.
    Mit Django (Jack Russell) waren wir nur in der Welpenschule, weil ich ihm von der Erziehung her alles selbst beibringen kann.
    Er hört jetzt sogar noch besser als Amy und reagiert auf das kleinste Geräusch *stolz bin*

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    1. Da hast du aber brave Hunde, so muß es sein. Meine Ivy hat zwar oft ihren eigenen Schädel(Boxer eben), aber sie merkt sofort wenn der Ton ernst wird, dass sie dann folgen muß.

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  8. Moin,

    unsere Hündin war schon mindestens 7 Jahre alt, als wir sie aus dem Tierheim geholt haben. Sie war auch relativ gut erzogen, ist allerdings ziemlich dominant kleinen Hunden gegenüber. Aber das mag daran liegen, dass um uns herum ziemlich viele "Kläffer" und "Wadenbeißer" wohnen. Mittlerweile dürfte unsre Hündin 12 Jahre alt sein, hat Arthrose, einen kaputten Rücken und wird langsam "wunderlich". Wie eine alte Oma halt, die hat dann ja auch oft ihren eigenen Kopf.

    Wir waren nie zur Hundeschule, allerdings schauen wir alle Sendungen vom Rütter und holen uns dort Tipps. Auch das Buch: "die mit dem Hund tanzt" fand ich sehr aufschlussreich und habe einiges erfolgreich umsetzen können.

    LG

    Anke

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Ich freue mich über eure Kommentare シ

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